Männergewalt ist kein Randthema.
Sie passiert jeden Tag. Und sie hat System.
Diese Kampagne zeigt Männer, die das nicht relativieren.
Die klar sagen: Das ist nicht okay.
Und die bereit sind, andere Männer anzusprechen – im Alltag, im Netz, im eigenen Umfeld.
Es geht nicht darum, „gute Männer“ zu zeigen.
Es geht um Verantwortung.
Um das, was Männer tun.
Und um das, was sie zulassen.
Denn Veränderung beginnt nicht irgendwo.
Sondern genau dort, wo Männer anfangen, anderen Männern zu widersprechen.
MÄNNERGEWALT = MÄNNERPROBLEM
„Was Männer online mit Frauen machen, ist übergriffig und entwürdigend.
Es beginnt mit sexualisierten Bildern, mit Weiterleitungen oder Screenshots und entwickelt sich weiter zu Bloßstellung, Einschüchterung, Bedrohung, Doxing oder virtueller Vergewaltigung. Das ist ein Verbrechen.
Es hat Folgen. Für die Betroffenen und für das Klima, in dem Frauen sich bewegen und äußern.
Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Es braucht klare Regeln und Gesetze, die schützen und durchgesetzt werden. Und es braucht Männer, die andere Männer stoppen, klar widersprechen und solche Inhalte niemals teilen.
Denn auch online gilt: Grenzen sind real. Und sie dürfen nicht überschritten werden.“
— SIMON WEISS
Volkshilfe Oberösterreich

Mitlachen heißt mitmachen.
„Es beginnt oft mit einem sexistischen Spruch. Mit einem Lacher. Und damit, dass niemand widerspricht. So entsteht ein Klima, in dem Abwertung von Frauen normal wird und Grenzen immer weiter verschoben werden.
Wer darüber lacht, macht es Männern leichter, die keine Grenzen respektieren. Und schwerer für Frauen, die damit leben müssen.
Das ist kein Einzelfall. Das passiert jeden Tag. Und es hört nicht von selbst auf.
Darum sag ich was. Am Stammtisch, im Verein, im Gym, in der Arbeit, unter Kollegen, unter Freunden und auch in der Familie.
Weil genau dort entscheidet sich, was als normal gilt. Und ob es so bleibt.“
— Didi Sommer
Kabarettist

Wegschauen ist keine Option.
„Gewalt und Grenzüberschreitungen passieren nicht im luftleeren Raum. Sie passieren dort, wo weggeschaut wird. Wo Sprüche stehen bleiben. Wo Grenzen überschritten werden und niemand etwas sagt.
Wegschauen schützt nicht. Es hält alles am Laufen.
Es geht nicht nur darum, selbst nichts zu tun.
Es geht darum, hinzuschauen, einzugreifen und klar zu widersprechen – auch dann, wenn es unbequem ist.
Verantwortung endet nicht beim eigenen Verhalten.
Sie beginnt dort, wo wir entscheiden, nicht wegzuschauen.“
— Michael Schodermayr
Vorsitzender Volkshilfe Oberösterreich

Nicht alle Männer.
Aber es ist immer ein Mann.
„Solange Männer sich nicht angesprochen fühlen, bleibt alles, wie es ist. Es geht nicht darum, ob du selbst Gewalt ausübst. Es geht darum, was du zulässt was du mitträgst und wann du wegschaust.
Wer nichts sagt, wenn andere Grenzen überschreiten, macht es möglich.
Deshalb reicht es nicht zu sagen: ‚Ich bin nicht so.‘
Es geht darum, was du tust, wenn andere so sind. Ob du mitgehst oder dagegenhältst.
Denn genau dort beginnt Veränderung.“
— Petar Rosandić aka Kid Pex
SOS Balkanroute

Hol dir Hilfe. Nicht Ausreden.
„Es geht nicht nur um Gewalt.
Es geht um Grenzen. Und darum, dass sie überschritten werden.
Kontrollverlust ist kein Missverständnis.
Und auch kein Moment, der einfach passiert.
Es ist etwas, das man zulässt – und wofür man verantwortlich ist.
Wer Grenzen überschreitet, entscheidet sich dafür.
Nicht nur körperlich. Auch in dem, was du sagst, schreibst oder zulässt.
Und danach geht es oft weiter mit Erklärungen, mit Rechtfertigungen, mit ‚So war ich nicht‘.
Doch genau darin liegt das Problem.
Es braucht keine Ausreden.
Es braucht die Entscheidung, etwas zu ändern.
Und die Verantwortung dafür liegt nicht bei anderen.
Sondern bei dir.“
— Bernie Wagner
Kabarettist

Du fühlst dich nicht angesprochen?
Du bist trotzdem gemeint.
„Solange Männer glauben, es gehe nicht um sie, bleibt alles, wie es ist.
Denn es geht nicht nur um die, die Gewalt ausüben.
Es geht auch um die, die nichts sagen.
Die wegschauen.
Die mitlachen.
Oder denken, sie hätten damit nichts zu tun.
Genau so entsteht ein Umfeld, in dem Grenzüberschreitungen möglich werden.
Und immer weitergehen.
Es reicht nicht zu sagen: Ich bin nicht so.
Es geht darum, was du tust, wenn andere so sind.
Ob du widersprichst.
Ob du eingreifst.
Oder ob du es einfach laufen lässt.
Denn auch das ist eine Entscheidung.
Und genau deshalb bist du gemeint.“
— Benedikt Mitmannsgruber
Kabarettist

