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Papillon

Was ist das Therapieprojekt Papillon?

Papillon ist ein Therapieprojekt, bei dem die Behandlung von Personen mit Traumafolgestörungen und psychosozialen Problemen im Vordergrund steht. Weiters soll präventiv dem Problem der Entwurzelung sowie der sozialen und kulturellen Isolation entgegengewirkt werden.
Nicht aufgearbeitete Traumata fördern die Tendenz zu gewalttätigem Verhalten (psychisch und physisch) gegenüber Familienmitgliedern, Freund*innen und Dritten.
Migration und der Verlust des Heimatlandes können bei Menschen zu einem Entwurzelungssyndrom mit Gefühlen der sozialen Isolation führen, wodurch sie leichter für extremistische Ideologien empfänglich sind oder zu gewalttätigem Verhalten neigen.
Das Therapieprojekt Papillon setzt hier auf präventive Unterstützung durch Psychotherapie-Angebote um den betroffenen Personen in dieser Situation zu helfen.

Das Therapieprojekt Papillon ist Projektpartner des bundesweiten Angebots RESET, welches vom Sozialministerium gefördert wird.
Im Zentrum der Therapieangebote von RESET stehen dabei Stressmanagement und Emotionsregulation als essentielle Barriere gegen eine Weitergabe selbst erlittener Gewalt. Es wird dabei gezielt auf die individuelle Stärkung von gewaltbetroffenen Personen gesetzt.

Gewalt- und Marginalisierungserfahrungen können dazu führen, dass die betreffende Person selbst gewalttätig oder anfällig für extremistische Ideologien wird.

Was macht das Therapieprojekt Papillon?

Das Angebot von Papillon umfasst sowohl Einzeltherapie als auch Kriseninterventionen und auch Gruppentherapien.

Inhaltlich stehen vor allem folgende Punkte im Vordergrund:

  • Emotionale Stärkung, Selbstwirksamkeit, Selbstwert
  • Stressmanagement
  • Umgang mit (negativen) Gefühlen (insbesondere bei Zurückweisung, Konflikten, Kränkungen, etc.)
  • Emotionsregulation

In der Gruppentherapie liegt der Fokus auf einer Sport- und Bewegungsgruppe, welche die allgemeinen inhaltlichen Ziele mittels Gruppendynamik, Bewegungstherapie, Wahrnehmungsübungen und Körper-Awareness aufgreift.

Wer kann das Angebot in Papillon annehmen?

Das Therapieprojekt Papillon will vor allem Personen ansprechen, die selbst schon Gewalterfahrungen gemacht haben bzw. Gewaltaffinität zeigen:

  • Gewaltbetroffene Personen (von psychischer oder physischer Gewalt)
  • Gewaltgefährdete Personen (welche Affinität zu psychischer oder körperlicher Gewalt bzw. Gewaltbereitschaft zeigen)
  • Extremismus gefährdeter Personen

Gleichzeitig soll es zu einer präventiven Unterstützung von Personen kommen, die

  • Probleme mit Entwurzelung haben
  • Unter sozialer und kultureller Isolation leiden
  • Unterstützung mit Impulsivität, Emotionsbewältigung oder Konfliktbewältigung brauchen

Das oben genannte Angebot soll sich vor allem an vulnerable Gruppen richten, die durch herkömmliche Therapieangebote nicht oder kaum erreicht werden können.

Darunter fallen unter anderem

  • Personen aus Drittstaaten
  • Ehemalige Flüchtlinge aus Bosnien und Herzegowina, Kosovo … sowie deren Familienmitglieder
  • Menschen mit Asylhintergrund, die sich bereits aufgrund eines Aufenthalts- oder Niederlassungstitels in Österreich befinden

Wo befindet sich das Therapieprojekt Papillon?

Das Therapieprojekt Papillon befindet sich in Linz.
Wenn Sie nicht in Linz wohnen, können Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Linz fahren.